Carl Heinrich Merck und die Beschreibung der Tschucktschi

 

"Fast mit der Objektivität eines modernen Ethnologen beschreibt Merck die Verhaltensweisen der indigenen Bevölkerung.", so Ulrich Kronauer in seiner Buchbesprechung für die Neue Zürcher Zeitung. Mit seiner Faszination lag er nicht allein. Die "Beschreibung der Tschucktschi, von ihren Gebräuchen und Lebensart" landete im Juni 2015 auf Platz 5 der NDR/SZ Bestenliste. Als Co- Autorin und Herausgeberin markierte der Sammelband eine Weggabelung in meinem Lebenslauf. Er weckte meine Leidenschaft fürs Schreiben und Publizieren.

Lesungen im Merck Corporate History Research Department Darmstadt sowie im Museum König Bonn boten dem Sammelband eine gebührende Bühne und mir Übungsfläche: Meine späteren Pitches orientierten sich am Publikum, denn ich hatte Übung darin, beim Vortragen Kontakt zu den Hörern aufzubauen und meine Message zu platzieren.

Impulsgeber aus der Wissenschaft

Carl Heinrich Merck war seiner Zeit voraus. Seine Beschreibungen indigener Einwohner Ostsibiriens folgte vor allem der Methodik des Beobachtens. Er erlag nicht der Versuchung des voreiligen und vorverurteilenden Wertens. Was ein Kind des 18. Jahrhunderts mental schafft, sollte einem Produktmanager beim Aufbau eines digitalen Produktes wohl auch möglich sein. Jedenfalls hatte er immer einen Platz auf meiner Schulter, um mich an meine eigenen Annahmen zu erinnern.