Chefkoch SmartList
Ein Internet-Dinosaurier rückt in die Neuzeit auf: Innovation in Erscheinung und Funktionsumfang beantworten wir mit der Chefkoch SmartList, der innovativen Einkaufslisten-App – mit Folgen für die Gesamtplattform.
Aufbruchstimmung
Es passiert, dass in Unternehmen der Fokus verloren geht und die Produktion still steht. In unserem Fall waren es erlebbare Fortschritte auf unserer Plattform. Ein möglicher Ausweg ist das Skizzieren seiner Zielsetzungen auf einem weißen Blatt Papier oder wie in unserem Fall in einer neuen App.
Eine Designrevolution, innovativer Funktionsumfang, durchdachte Usability, ein starkes Produktversprechen und ein Überdenken des miteinander Arbeitens – das alles sollte die Chefkoch SmartList umfassen.
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Das Image-Video zu Beginn der Launch-Kampagne. Auf meiner Roadmap waren Feature-Entwicklung und Marketing parallel zu einander abgebildet. Der Reichweitenerfolg ist schließlich Teil meiner Product Ownership.
Das Herzstück der App sind die Listen, deren Bedienung intuitiver nicht sein könnten. Neben der Co-Creation mit 1.000 Nutzern waren Use Labs seit dem ersten Design Sprint eng getaktet, sodass wir qualitatives Feedback schnell verwerten konnten.
Chefkoch-Rezepte sind integraler Bestandteil der App, aber auf eine smarte Art und Weise. Hinter diesem Stream verbirgt sich ein Machine Learning Modell, das mit jeder Nutzung trainiert wird. Tatsächlich liebe ich gefrorene Himbeeren – die dürfen nicht ausgehen!
Smart ist auch unsere Artikeleingabe. Neben einer Schnellauswahl über Suggestion-Chips, die datengetrieben ausgespielt werden, bieten wir Voice Input. Eine Einkaufsliste einzusprechen, erschien uns als Killer-Feature. Tatsächlich sind uns Nutzer der Spracheingabe besonders treu.
Nachgezogen haben wir einen Bereich, der Werbepartnern und Schnäppchenjägern gleichermaßen gewidmet ist: Jetzt im Regal! In Zusammenarbeit mit unseren Vermarktern bilden wir hiermit einen Teil des Business Modells ab.
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Zum Abschluss kommt ein Sprung zurück an den Anfang: Den Launch der SmartList haben wir auf unseren Social Media-Kanälen verlängert und unser Werk in unterschiedlichen Interviews vorgestellt. Dieser Tag war wie in einer Achterbahn: Wenn's vorbei ist, will man nochmal!
Von 0 auf 100k
Das Ziel war es nicht, eine coole neue App zu entwickeln, sondern Reichweite zu erzeugen. Das Feature-Set, Design- und Marketing-Konzept waren unsere Werkzeuge. Noch in der Prototypentwicklungsphase haben wir 1.000 Testnutzer in einer Co-Creation versammelt und hatten nicht nur qualitatives Feedback, sondern einen Datensatz, mit dem wir intuitives Nutzungsverhalten analysieren konnten. Der Plan ging auf und der erste Meilenstein, nach Launch 100k Installs zu verbuchen, war erreicht, sodass das Vertrauen der Stakeholder in unsere Arbeitsweise gesetzt war. Pitches bei Google und Apple wurden mit Features belohnt.
Die Aufbruchstimmung zog sich durch alle Abteilungen hindurch und wirkte sich auch auf das Kernprodukt aus. In einem crossfunktional aufgestellten Scrum-Team arbeitete ich an übergeordneten Seitenbereichen wie der Home und dem Magazin. Unser Ziel: ein Imagewechsel.
Wo ist sie hin, die SmartList?
Marktkonsolidierung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit als Produktmanager. Rise and Fusion ist für viele Produktideen die strategische Ausrichtung. Wenn es so kommt, hat man viel gewonnen: Nutzer, Reichweite, Aufmerksamkeit, Verhandlungsmasse und eine monetäre Wertstellung. Die Chefkoch SmartList wurde im April 2019 gelauncht und im Sommer 2020 ging sie in der Einkaufslisten-App Bring! auf. Dafür ging Bring! zum größten Teil an G+J, Chefkochs Mutterschiff.
Die Reise war damit aber nicht zu Ende. Mein Team bewies eine ruhige Hand bei der Migration aktiver Nutzer ohne Reibungsverluste, dem Wissenstransfer und der Integration einer Schnittstelle. Fortan waren nicht nur zwei Apps verbunden - und im Mai 2022 startete ich direkt bei Bring!, das wiederum mittlerweile an die Swiss Post weiterverkauft wurde. So schnell dreht sich die Welt. Ein Besuch Europas größter Rezeptplattform lohnt sich aber noch. Das Design aus dem Produktentwicklungszyklus der SmartList ist noch immer lebendig.